Caritas Dortmund

Das Freiwillige Soziale Jahr

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Aktuelles

Die Schule ist erledigt, das Abschlusszeugnis ausgeteilt – und dann? Studium? Berufsausbildung? Duale Ausbildung? Und in welchem Bereich eigentlich? Junge Erwachsene, die sich diese Fragen stellen und sich für andere Menschen einsetzen wollen, wählen häufig das „Freiwillige Soziale Jahr (FSJ)“. Eingesetzt werden die Schulabgänger in Kindergärten, Seniorenzentren und Schulen. Dabei sollen sie ausgebildete Fachkräfte natürlich nicht ersetzen. Unterstützung im Unterricht sowie Hilfestellungen im sozialen und emotionalen Bereich oder auch Handreichungen bei körperlichen Einschränkungen – das sind laut Anke Scherf, Koordinatorin Schulbegleitung beim Caritasverband Dortmund, die Aufgaben.

Neu ist zudem die Möglichkeit, ein FSJ im Bereich Social Media zu absolvieren. Hannah Teigeler sitzt am Schreibtisch, blickt konzentriert auf ihren Laptop. Die sozialen Medien gehören für die 19-jährige FSJlerin zum Aufgabenbereich. Am Vormittag hat sie an einer Pressekonferenz teilgenommen. „Jetzt schreibe ich Texte für Facebook, Instagram und suche passende Fotos aus.“ Meldungen, die aus den verschiedenen Abteilungen des Caritasverbandes kommen, bereitet sie für das Internet auf. Auch über das FSJ berichtet sie. Auf Hannah Teigelers Handy leuchtet ein Foto auf. Junge Frauen und Männer sitzen in Rollstühlen. „Wir wollten in unserem zweiten Seminar über Behinderungen sprechen.“ Doch sprechen allein war zu wenig, die jungen Leute bewegten sich zudem durch die Stadt mit Rollstühlen. Sie wollten hautnah erfahren, wo es Probleme gibt, welche Hindernisse im Alltag warten. Auch der Leiter des Gehörlosentheatervereins Dortmund nahm an dem Seminar teil und vermittelte etwa die Gebärdensprache.

Solche Seminare – insgesamt sind es fünf – gehören fest zum Ablauf des „Freiwilligen Sozialen Jahres“. Sie helfen den jungen Leuten – rund 30 sind es derzeit in der Schulbegleitung – zum einen, untereinander in Kontakt zu bleiben. Auf der anderen Seite „ermöglichen sie die Reflexion und Aufarbeitung von Erfahrungen aus dem praktischen Einsatz, sowie die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen, religiösen und sozialen Themen und die Arbeit daran“, erklärt Sabine Omlin von IN VIA. Der Fachverband der Caritas übernimmt die pädagogische Begleitung, während die Caritas die Rolle des Arbeitgebers übernimmt und die Helfer im Freiwilligen Sozialen Jahr in der täglichen Arbeit unterstützt und begleitet.

Am nächsten Tag ist Hannah Teigeler wieder unterwegs. Sie ist auch als Schulbegleiterin aktiv und wird als Springer immer dort eingesetzt, wo eine Kollegin oder ein Kollege etwa wegen Krankheit ausfällt. Zwei Tage lang wird sie jetzt an einer Gesamtschule arbeiten. Das ist nicht neu für sie. „Am ersten Tag schaue ich mir alles genau an. Was kann das Kind selbst, wo muss ich unterstützen? Die Lehrer helfen mir dabei“, so Hannah Teigeler.

Sarah Ludwig kennt solche Fragen, ist allerdings fest an der Martin-Luther-King-Gesamtschule eingesetzt. Hier betreut sie seit dem Sommer ein Kind. „Ich helfe ihm im Unterricht. Wenn Zeit ist, erkläre ich ihm auch Dinge 1:1. Wir gehen die Themen dann noch einmal in aller Ruhe durch“, erzählt die 19-Jährige. Zu ihren Aufgaben gehört es auch, lernbehinderte Schülerinnen und Schüler in den sogenannten Lernunterricht zu begleiten. Hier wird der Stoff in kleinen Gruppen bearbeitet. Insgesamt sieht Sarah Ludwig ihre Arbeit vor allem als Hilfe für die Kinder. Und die seien sehr dankbar für die Unterstützung, genau wie die Lehrer.

Anke Scherf und Sabine Omlin sind sich sicher, dass der ein oder andere FSJ‘ler so seinen oder ihren Traumberuf findet – was auch ein Ziel des FSJ ist. Hannah Teigeler ist sich da noch nicht so sicher. Lehrerin wolle sie eher nicht werden. Aber eine Ausbildung im Büromanagement könne sie sich dagegen schon vorstellen. Dass es in den sozialen Bereich geht, steht für ihre Kollegin Sarah Ludwig dagegen bereits fest. Sie möchte das Fach „Soziale Arbeit“ studieren

Weitere Informationen und Bewerbungen:

Anke Scherf
Caritasverband Dortmund e.V.
Propsteihof 10
44137 Dortmund
Tel.: 0231 1848-162
E-Mail: anke.scherf@caritas-dortmund.de

 

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