Caritas Dortmund

Kraft auftanken in der Kur

Caritas Service Center: 0231 187151-21

Aktuelles

Einen geliebten Menschen zu pflegen und zu versorgen ist eine Aufgabe, die viel Kraft und Energie kostet. Die zusätzliche eigene Berufstätigkeit oder die Verantwortung für Familie und Kinder wird für manche pflegende Angehörige schnell zur Zerreißprobe, die eigenen Bedürfnisse werden hinten angestellt. Die Corona-Pandemie hat diese Situation zusätzlich verschärft. „Die Leute sind erschöpft“, sagt Thomas Beckmann, Leiter von Caritas Reisen in Dortmund. „Die Belastungsgrenzen sind bei vielen erreicht.

Dringend benötigte Erholung Vor der Corona-Pandemie konnten die Pflegebedürftigen die Tagespflege besuchen, Enkel, Nachbarn oder Ehrenamtliche unterstützten die Angehörigen. „Das fiel mit dem Beginn der Pandemie dann alles weg“, sagt Beckmann. Er rät erschöpften Angehörigen deshalb, sich wegen einer Kurmaßnahme beraten zu lassen. „Eine Kur kann pflegenden Angehörigen die dringend benötigte Erholung bringen und helfen, ihre Gesundheit zu erhalten. Dann können diese gestärkt wieder dem Alltag begegnen.“ Da die Vorsorge- und Rehabilitationskliniken unter Beachtung eines Hygienekonzeptes wieder öffnen durften, können aktuell (Stand: August 2020) auch wieder Kurmaßnahmen beantragt werden.

Die Caritas Dortmund bietet seit einigen Monaten eine entsprechende Kurberatung für pflegende Angehörige an. Vielen pflegenden Angehörigen ist nicht bekannt, dass sie eine Kur – also eine stationäre Vorsorge- und Rehamaßnahme – in Anspruch nehmen können. Sich um die manchmal nicht ganz einfache Beantragung zu kümmern, kann eine weitere Hürde sein. Hier hilft die Caritas weiter: Kurberaterinnen unterstützen bei der Beantragung einer Kur – sowohl bei den bekannten Mutter-/Vater-Kind-Kuren als auch bei den Kuren für pflegende Angehörige. Sie helfen auch dabei, die Versorgung des Angehörigen während der Kur sicherzustellen. In einigen Kliniken besteht die Möglichkeit, den Pflegebedürftigen mitzunehmen oder in einer Kurzzeitpflegeeinrichtung in der Nähe unterzubringen.

Die ganzheitliche medizinische Maßnahme dient der körperlichen und seelischen Stärkung und berücksichtigt die individuelle Situation des Pflegenden. Etwa zwei Drittel der pflegebedürftigen Menschen werden von ihren Angehörigen oder anderen Bezugspersonen zu Hause gepflegt. Diese oft unterschätzte Belastung bleibt nicht ohne Folgen:

Pflegende Angehörige sind oftmals

  • körperlichen,
  • psychischen,
  • finanziellen
  • und sozialen Belastungen ausgesetzt

und das auch ohne Corona-Pandemie.

Symptome wie

  • Erschöpfung,
  • Nervosität,
  • Kopfschmerzen,
  • Schlafmangel,
  • Angst
  • und Einsamkeit

sollten unbedingt ernst genommen werden. Keiner sollte sich scheuen, nach Hilfe zu fragen.

Speziell dafür qualifiziert wurden die Beraterinnen in den Kurberatungsstellen in Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Projekts „Zeit & Erholung für pflegende Angehörige in NRW – Kurberatung für pflegende Angehörige“. Das Projekt wird in Trägerschaft des Caritasverbandes für das Erzbistum Paderborn sowie der Kur und Erholungs GmbH der Arbeiterwohlfahrt umgesetzt und vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Die Kurberatung ist kostenfrei.

Kontakt:

Caritas Reisen
Silberstraße 28a
44137 Dortmund

Frau Andrea John
Tel. 0231 187151-12
E-Mail:andrea.john@caritas-dortmund.de

Frau Christiane Diekhans
Tel. 0231 187151-11
E-Mail: christiane.diekhans@caritas-dortmund.de

 

 

 

 

 

Archiv

Für ältere Artikel der Caritas Dortmund nutzen Sie bitte unser Archiv:

 

Diese Neuigkeiten könnten Sie auch interessieren

Neues aus den Kitas

“Wir haben innerhalb der vergangenen 1,5 Jahre insgesamt vier neue Kindertageseinrichtungen eröffnet.“ Das sagt Georg Rupa, Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes Dortmund, nicht ohne Stolz.

Click to listen highlighted text!