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Es bekommen immer unsere Älteren ab

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Die stationäre und ambulante Altenhilfe der Caritas versorgen in Dortmund insgesamt 2.200 ältere Menschen. Und diese Versorgung geht den Bach runter und wer leidet? Die hilfebedürftigen, älteren Menschen und unsere Mitarbeitenden. Ein Brandbrief an die Landes- und Bundestagsabgeordneten aus Dortmund.

„Schon jetzt werden in Deutschland nur 38% der Menschen versorgt, die auf ambulante oder stationäre Hilfe angewiesen wären, in Dortmund sieht das nicht anders aus“, so Tobias Berghoff, Vorstand der Caritas. Angehörige würden hier über Gebühr in die Pflicht genommen und gäben Großteils ihr eigenes Leben für die Pflege ihrer Liebsten auf.

Personaldienstleister, die astronomische Preise verlangten und das Pflegepersonal teilweise täglich in eine andere Einrichtung schickten, sollten dringend einer Beschränkung unterliegen, so Berghoff weiter. Sie sind aber nur ein Teil des Problems. Ein anderer Teil ist der Infektionsschutz, der nicht allein Aufgabe der Pflegenden sein kann.

Während die Corona-Schutzverordnungen in den Einrichtungen der Langzeitpflege mit dem geänderten Infektionsschutzgesetz weiterhin umgesetzt werden müssen, ist deren Refinanzierung in Teilen schon ausgelaufen. Die Caritas Dortmund befürchten, dass Zusatzaufgaben dauerhaft vom Einrichtungspersonal gestemmt werden müssen. Auf mehr Bürokratie folgt weniger Personal und damit weniger Zeit für die Versorgung von Pflegebedürftigen.

Einrichtungen der Langzeitpflege müssen weiterhin zeitintensive Maßnahmen zum Infektionsschutz, wie Einlasskontrollen, Zertifikatskontrollen und Dokumentation der Vorgänge, umsetzen. Bis Juni 2022 konnten Pflegeeinrichtungen die Aufwendungen, die durch die Umsetzung der Coronamaßnahmen entstanden, sowie coronabedingte Mindereinnahmen über den Pflegerettungsschirm geltend machen. Das ist durch das Auslaufen des Rettungsschirms nicht mehr möglich.

Unsere Mitarbeitenden arbeiten seit zweieinhalb Jahren über ihr Limit hinaus.

Die Vorgaben durch das ab Oktober geltende geänderte Infektionsschutzgesetz erzeugen einmal mehr Bürokratie und belasten unsere Beschäftigten. Wir fordern eine Entlastung der Pflege durch die dauerhafte und sichere Refinanzierung von Corona-Schutzmaßnahmen.

Es braucht außerdem eine gesamtgesellschaftliche und politisch geförderte Solidarität. Der notwendige Schutz vulnerabler Personen ist nicht allein Aufgabe der Langzeitpflege.

In einem offenen Brief fordert die Caritas Dortmund, von Landes- und Bundestagsabgeordneten, eine Verringerung der Bürokratie und eine dauerhafte und sichere Refinanzierung der Corona bedingten Mehraufwendungen.

 

Weitere Informationen

Nina Forst
Pressesprecherin
Caritas Dortmund
Propsteihof 10
44137 Dortmund

Tel. 0231 1848-237
Mobil 0172 4525332
E-Mail: nina.forst@caritas-dortmund.de

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