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An sie denkt kaum jemand

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Für Menschen mit einer Einschränkung ist der Krieg in der Ukraine noch fürchterlicher und unbegreiflicher, als für jede*n andere*n. Deshalb nimmt die Caritas Dortmund ad hoc am Sonntag 15 Frauen mit einer Beeinträchtigung und 3 Betreuer*innen aus der Ukraine in Dortmund-Nette auf.

Die Caritas Dortmund hat ein Hilferuf der Caritas Opole (Polen) ereilt. Die Mitarbeiter*innen in Polen hatten 200 Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit geistigen Einschränkungen aus einem Waisenhaus in der Ukraine aufgenommen. Die Bewohner*innen mussten zusammen mit ihren Betreuer*innen fliehen, nachdem das Waisenhaus zerstört worden war. Da die Aufnahmestelle in Opole immer voller wird, hat sich die Caritas Dortmund sofort bereit erklärt, eine Gruppe von insgesamt 18-20 Menschen aufzunehmen.
Noch Mittwochabend standen wir da und haben fieberhaft überlegt, wie wir das alles bis Sonntag hinbekommen können, doch wir hatten in vielfacher Hinsicht Glück durch schnelle, unkomplizierte Hilfe“, so Caritas-Vorstand Tobias Berghoff.

Stiftung, Möbelhäuser und Caritas-Mitarbeiter*innen machen es möglich!

Zunächst stellte die Stiftung „Zuversicht für Kinder“, Besitzer einer Immobilie in Dortmund-Nette, eine große Wohnfläche, mit zig Zimmern, Küche und Aufenthaltsraum zur Verfügung. Dann folgten dem Aufruf der Caritas das Möbelhaus „Drees GmbH & Co. KG“ und „IKEA Dortmund“ und spendeten die komplette Inneneinrichtung dafür. Und letztlich folgten dem Aufruf der Dienstgemeinschaft viele Caritas-Mitarbeiter*innen und engagieren sich in der „Wohngemeinschaft St. Josaphat“, benannt nach einem Heiligen aus der Ukraine. Diese Unterstützung erfolgt neben dem eigentlichen Job. Deshalb sucht die Caritas Dortmund zum nächstmöglichen Zeitpunkt als Gruppenleitung vor Ort eine Erzieher/in oder Heilerziehungspfleger/in.
Wir sind zum jetzigen Zeitpunkt einfach nur zutiefst dankbar, über die schnelle Unterstützung der Stiftung, der beiden Möbelhäuser und unserer Mitarbeiter*innen; auch die Stadt Dortmund hilft uns finanziell. Wie schnell und unkompliziert diese großartigen Hilfen kamen, sucht ihresgleichen“, sagt Tobias Berghoff.

Am Sonntag, wenn der Bus mit den Frauen mit Einschränkungen und ihren Betreuer*innen ankommt, helfen erneut ehrenamtliche Dolmetscher*innen vor Ort mit. Ohne ihr Engagement wäre eine schnelle und professionelle Unterstützung der Menschen in Not undenkbar.

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